„Psychotherapeutin“, „Klinische Psychologin“, „Psychiater“ – die Bezeichnungen klingen ähnlich und meinen Verschiedenes. Diese Übersicht hilft bei der Einordnung, ersetzt aber keine Beratung.
Psychotherapeut:in
Behandelt seelische Leidenszustände mit einem anerkannten psychotherapeutischen Verfahren.
Die Ausbildung dauert insgesamt mehrere Jahre und umfasst eine Selbsterfahrung, ein theoretisches Studium und eine praktische Ausbildung unter Supervision. Psychotherapie ist eine eigenständige Krankenbehandlung; die Kosten können unter bestimmten Voraussetzungen von der Krankenkasse übernommen oder bezuschusst werden.
Führt klinisch-psychologische Diagnostik und Behandlung durch.
Grundlage ist ein abgeschlossenes Psychologiestudium und eine postgraduelle Fachausbildung. Die klinisch-psychologische Diagnostik ist der zentrale Unterschied zur Psychotherapie: Sie klärt mit standardisierten Verfahren ab, worum es überhaupt geht. Seit 2024 ist auch die klinisch-psychologische Behandlung eine Leistung der Krankenkasse.
Arbeitet an Gesundheitsförderung, Prävention und Krankheitsbewältigung.
Der Schwerpunkt liegt weniger auf der Behandlung einer bestehenden Erkrankung als auf Beratung, Verhaltensänderung und Umgang mit Belastungen – etwa bei Rauchentwöhnung, chronischer Krankheit oder Stress am Arbeitsplatz.
Österreich ist eines der wenigen Länder mit einem eigenen Musiktherapiegesetz. Die Methode wird häufig dort eingesetzt, wo Sprache allein nicht ausreicht – etwa bei Kindern, nach neurologischen Erkrankungen oder in der Palliativversorgung.
Psychiater:innen sind Ärzt:innen mit einer Facharztausbildung. Sie dürfen als einzige der hier genannten Berufsgruppen Medikamente verschreiben. Sie werden nicht in diesen Berufslisten geführt, sondern in der Ärzteliste der Österreichischen Ärztekammer, und sind deshalb auf resonia nicht enthalten.
Bezeichnungen wie „Lebens- und Sozialberatung“, „Coaching“ oder „Heilpraktik“ sind keine Gesundheitsberufe im Sinne dieser Listen und unterliegen anderen Regeln.